Einsatzübungen Zug Aller und Weser

In den vergangenen Tagen konnten die Züge Aller und Weser der Gemeindefeuerwehr Dörverden jeweils an einer Einsatzübung teilnehmen. Durch Kontakt zu Carsten Laue vom Wasser- und Schifffahrtsamt war es möglich, in einem alten Wohnhaus an der Schleuse in Dörverden zu üben. Das Gebäude soll demnächst abgerissen werden, so dass sich dieses als Übungsobjekt anbot. An zwei verschiedenen Tagen wurden die Feuerwehren Hülsen, Wahnebergen und Westen (Zug Aller) sowie Barme, Dörverden und Stedorf (Zug Weser) bei der Einsatzübung gefordert.

Das Einsatzszenario für beide Züge besagte, dass es bei Demontagearbeiten im Heizungskeller zu einer Verpuffung mit anschließendem Feuer gekommen war. Drei Arbeiter wurden vermisst und mussten gerettet werden, außerdem galt es, Gasflaschen zu bergen und eine Wasserversorgung aufzubauen. Der Schwerpunkt lag dabei bei der Koordination des Atemschutzeinsatzes, der Funkkommunikation und der Zusammenarbeit mit der ELO-Gruppe als Führungsunterstützungskomponente.

Bei teils schweißtreibenden Temperaturen mussten die Kräfte die anstrengende Arbeit verrichten und sich Zutritt über verschiedene Angriffswege ins Gebäude suchen. Die Lageerkundung und die Bekanntgabe der Einsatztaktik für die einzelnen Gruppen waren dabei Aufgabe des eingesetzten Zugführers. Für die Feuerwehrkameraden ging es dann an die Rettung der vermissten Personen unter schwerem Atemschutz aus dem Gebäude, teilweise über Steckleiter. Parallel galt es, eine Wasserversorgung aus der Weser aufzubauen, da vor Ort kein Hydrantennetz vorhanden ist, und das Gefahrgut zu bergen.
Diese Aufgaben wurden schnell und professionell erfüllt, so dass nach gut einer halben Stunde alle Personen gerettet waren bzw. Feuer aus gemeldet werden konnte. Nach einer Manöverbesprechung konnten die Wehren dann mit angereichertem Wissen wieder nach Hause verlegen.