Sondereinheiten

Hier stellen wir kurz die Sondereinheiten unserer Gemeinde vor.

Absturzsicherung

Die Arbeit im absturzgesicherten Bereich stellt keine neue Aufgabe der Feuerwehr dar, sie ist jedoch mithilfe des Gerätesatzes Absturzsicherung  deutlich sicherer geworden. 

Der Gerätesatz Absturzsicherung DIN 14800-17 und ergänzend das Flaschenzugsystem DIN 14800-16 kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Feuerwehrhaltegurt in Verbindung mit der Feuerwehrleine seine bestimmungsgemäße Grenze erreicht. Er schützt den eingesetzten Feuerwehrangehörigen vor Abstürzen und somit vor größeren Verletzungen. 

Bei bestimmten Lagen wird die Arbeit der Absturzsicherungsgruppe durch spezielles technisches Gerät komplettiert. 

Zurzeit besteht die Absturzsicherungsgruppe der Gemeinde Feuerwehr Dörverden  aus speziell für diesen Bereich ausgebildeten Feuerwehrangehörigen der Ortsfeuerwehren Hülsen und Wahnebergen, die sich regelmäßig treffen und gemeinsam mit dem Equipment üben.

Über dies hinaus können mehrere Kameraden Teamverantwortlich arbeiten und einige verfügen über Fachkenntnisse aus dem Bereich der Hochspannungs- und Windenergietechnik.

Einsatzgebiete der Absturzsicherungsgruppe können im Bereich der Brandbekämpfung, Hilfeleistung und Rettung z.B. sein:

-Arbeiten auf maroden Dächern und Dachkanten

-Arbeiten auf Dächern nach Bränden

-Beseitigung von Schneelasten und Sturmschäden

-Arbeiten auf schrägen Ebenenen mit Absturzkante

  z.B. ( Abhänge, Böschungen und Hänge)

-Arbeiten an Bau- und Montagegruben , sowie Gräben

-Begehung von Kränen und Gittermasten , sowie gesicherten langen Leiteraufstiegen

-Sicherung beim Einstieg in Gruben, Schächte und Silos

-Gesicherter Vorstieg zur Sicherung und Betreuung einer Person

Lufterkundungsgruppe

Seit dem Jahr 2019 verfügt die Ortsfeuerwehr Dörverden über ein professionelles UAV (unbemanntes Fluggerät), im Volksmund auch Drohne genannt.

Die Drohne dient zur Erkundung von Einsatzstellen. Mit ihr können z.B. Brandstellen im Wald schnell ausgemacht werden oder große Flächen nach vermissten Personen abgesucht werden. Im Gefahrguteinsatz kann mit ihr die Einsatzstelle erkundet werden ohne dafür Personen in den Gefahrenbereich schicken zu müssen. Der Einsatzleiter kann sich durch eine Live-Bildübertragung in den ELW1 auch direkt einen Überblick über eine Einsatzstelle verschaffen.

Aktuell besteht die Lufterkundungsgruppe aus 21 Kameradinnen und Kameraden die umfangreich im Umgang mit der Drohne geschult werden. Die Ausbildung erfolgt intern durch zwei Kameraden mit dem sogenannten „Drohnenführerschein“.

Einsätze werden grundsätzlich mindestens zu zweit abgearbeitet. Es erfolgt zunächst ein Missionsbriefing und eine Risikobewertung. Während der Pilot sich auf seinen Einsatzauftrag aus dem Missionsbriefing konzentriert behält der „Luftraumbeobachter“ die Drohne und den Luftraum im Auge um den Piloten auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Der gesamte Flugbetrieb wird, wie in der Luftfahrt üblich, nach festen Prozeduren und Checklisten durchgeführt.