Wir über uns

Die Aufgaben der Ortsfeuerwehr Westen sind äußerst vielseitig und können an Komplexität kaum noch zunehmen. Das Problem, welches nahezu jede Freiwillige Feuerwehr lösen muss ist, dass das komplette Aufgabenspektrum einer Berufsfeuerwehr beherrscht werden muss, dazu aber eben ausschließlich freiwillige „Mitarbeiter“ zur Verfügung stehen. Die vier Aufgabenbereiche lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

Retten – Löschen – Bergen – Schützen


Trotz der schwierigen Aufgabe, im Dienste der Allgemeinheit, sind wir 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr, jederzeit für Sie über die bundeseinheitliche Notrufnummer 112 erreichbar.

Die Geschichte der Ortsfeuerwehr Westen

Schon seit Menschengedenken hatte die Bevölkerung Angst vor Feuersbrünsten, denn oft fielen ganze Straßenzüge, ja sogar ganze Ortsteile dem Feuer zum Opfer. Die vorhandenen Einsatzkräfte, es gab vielerorts wie auch in Westen Pflichtfeuerwehren, waren außerstande mit dem damals vorhandenem Gerät der Brandausbreitung effektiv entgegen zu treten.

Nachdem am 02.03.1903 auf der Gemeindeversammlung in Westen der Antrag gestellt wurde, aus der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr zu bilden, dauerte es noch ein ganzes Jahr, ehe die Freiwillige Feuerwehr Westen gegründet werden konnte.

Am 29.02.1904 wurden die Statuten der Wehr vom Königlichen Landrat Dr. Seifert genehmigt und die Stellung der Freiwilligen Feuerwehr Westen dem Publikum zur Kenntnis gebracht. In den Feuerwehrverband für die Provinz Hannover wurde die Wehr am 15.05.1904 aufgenommen. Im gleichen Jahr teilte der Königliche Landrat der Wehr mit, dass fehlende Abzeichen von der bereits bestehenden Freiwilligen Feuerwehr Stedorf zu beschaffen sind.

Im Jahre 1906 beschloss die Gemeindeversammlung in Westen, dass alle männlichen Einwohner der Gemeinde vom vollendeten 17. bis zum 55. Lebensjahr Zum Eintritt in die Pflichtfeuerwehr verpflichtet sind. Im Jahre 1914 wurden von der Wehr neue Statuten aufgestellt und vom Königlichen Landrat Dr. Seifert genehmigt.

Der Ehrenrat der Freiwilligen Feuerwehr Westen wurde erstmals 1927 erwähnt. Er bestand aus sechs Mitgliedern und hatte die Aufgabe, über Verstöße der Feuerwehrkameraden im Dienst oder bei Übungen zu richten und zwischen dem Kommando und den übrigen Mitgliedern zu vermitteln.

Die Freiwillige Feuerwehr Westen hatte 1934 fünfzig aktive Mitglieder und stiftete im gleichen Jahr für das Wappenschild der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt einen goldenen Nagel im Wert von fünf Mark, der vom Hauptmann mit den Worten: „Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt“ eingeschlagen wurde.

Am 20. August 1934 wurde die Feuerwehr Westen beim Amtsgericht in das Vereinsregister eingetragen und trug den Namen: „Freiwillige Feuerwehr Westen e.V.“

Englische Soldaten brachen im Mai 1945 das Spritzenhaus auf, spielten mit den Feuerwehrhelmen Fußball und benutzten die Feuerwehrspritze zum Reinigen ihrer Fahrzeuge. Nachdem die Engländer auf Antrag der Gemeinde Westen die Feuerwehrspritze wieder herausgegeben hatten, wurde diese auf das alte Fahrgestell der Kartoffeldämpfanlage gestellt, welche noch Eisenräder hatte.

Am 5. Januar 1947 brannte der Stall bei Fritz Grotum nieder. Das Löschwasser, das aus der Aller heran gepumpt wurde, gefror bei -20°C in den Schläuchen. Im Jahre 1947 trat die Westener Wehr der Schlauchpflegerei in Verden bei und 1949 wurde Stellmacher Karl Nordmeyer beauftragt, einen neuen Feuerwehrwagen zu bauen.

22.11.1960 Großbrand in der Bahnhofsstraße, als ein Wohnhaus, die Scheune, die Stallungen und der Geräteschuppen vollständig niederbrannten. Im Jahre 1961 wurde die Feuerwehrgarage am Speicher fertiggestellt und der alte Feuerwehrschuppen am Ehrenmal abgerissen. Von der Landjugend übernahm die Wehr 1963 die Ausführung des Erntefestes.

Als der 1966 in Eigenleistung fertiggestellte Geräteraum bezogen werden konnte, erhielt die Wehr den alten Feuerwehrwagen (die Oma) von der Freiwilligen Feuerwehr Hülsen. Im Jahre 1967 erhielt die Ortschaft Westen zwei Luftschutzsirenen, die auch für den Feueralarm genutzt werden konnten. Bis dahin wurden die Westener Feuerwehrkameraden mit Handsirenen und Feuerhörnern alarmiert. Im Jahre 1970 wurde ein alter VW-Pritschenwagen als zweiter  Feuerwehrwagen von der Wehr übernommen.

Der Spänebunker der Tischlerei Reinhardt brannte am  23. April 1971. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren aus Westen und Hülsen Konnte der Brand gelöscht und das Wohn- und Wirtschaftsgebäude gerettet werden. Im Jahre 1971 übernahm die Feuerwehr Westen den Feuerschutz für Barnstedt.

Am 09. Juni 1973 wurde die Wehr zu einem Großbrand bei Hermann Schnakenberg in Barnstedt gerufen, wobei der Stall und das Wirtschaftsgebäude ein Opfer der Flammen wurde. Dem schnellen Eingreifen der Wehren aus Westen, Hülsen und Verden war es zu verdanken, dass das Wohnhaus gerettet werden konnte. Das alte Feuerwehrfahrzeug (die Oma) wurde 1974 an die Ortsfeuerwehr Hülsen zurückgegeben und am 11. Mai 1975 wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug LF 8 an die Freiwillige Feuerwehr Westen übergeben.

Das neue Löschfahrzeug kam auch bei der Waldbrandkatastrophe im Landkreis Celle zum Einsatz, als am frühen Morgen des 19.August 1975 die Westener Feuerwehrkameraden Willi Nordmeyer, Wilhelm Hamelmann, Heinrich Precht und Karl-Heinz Guy damit zum Einsatzort nach Eschede fuhren. Frieda Funda war in den Kriegsjahren die Maschinistin der Wehr. Sie wurde am 14. Februar 1976 als erste Frau im Landkreis Verden mit der Feuerwehr Ehrenmedaille ausgezeichnet. Aus Altersgründen trat Willi Nordmeyer 1976 als Ortsbrandmeister zurück und Udo Nagel wurde am 09.03.1976 zum neuen Brandmeister gewählt.

Im Jahre 1977 zog die Wehr in den neuen Aufenthaltsraum im Amtshaus ein und auch die neue Garage konnte kurz darauf bezogen werden. Ein Feuerteufel hielt Anfang des Jahres 1978 die Feuerwehren aus Hülsen und Westen in Atem, als mehrere Großbrände in der Ortschaft Hülsen großen Schaden anrichteten. Im Februar 1979 wurde die Wehr bei der Schneekatastrophe stark gefordert, als meterhohe Schneewehen die Straßen in der Gemeinde unpassierbar machten. Im gleichen Jahr übernahm die Wehr auch die Altpapiersammlung im Ort.

Am 25. Februar 1983 brannte Stroh auf dem Stallboden von Heinrich Ellmers. Bei diesem Brand entstand zum Glück nur geringer Schaden. Der Versuchsstall der Futtermittelfirma Anton Höing in der Bahnhofsstraße brannte am 29. Mai 1983. Dabei kam eine teure Zuchtsau ums Leben.

Beim Großbrand am 16. Juni 1983 auf dem Hof von Günter Kappel kamen 40 Sauen und 300 Ferkel in den Flammen um, als ein großes Stallgebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die Wehren aus Westen, Hülsen und Dörverden konnten in stundenlangem Einsatz verhindern, dass das Feuer auch andere Gebäude vernichtete. Völlig vernichtet wurde beim Großbrand am 26. Juni 1983 der Dachstuhl des Stallgebäudes und ein Teil des Wohnhausdaches von Hugo Kappel. Beim vierten Großbrand in Westen am 26. Juli 1983 bei Heinrich Ellmers brannten der Viehstall, die Scheune und das als Stall genutzte ehemalige Wohnhaus völlig nieder.

Die VW-Pritsche wurde 1986 ausgemustert. Am 31. August 1988 wurde die Wehr zu einem Ölalarm zur Firma Wilhelm Rosenbrock gerufen.

Die Jahre 1989 bis 1991 waren für die Wehr eher ruhige Jahre. Einige kleine Brände mussten gelöscht werden, das LF 8 wurde umgebaut und neue Schränke für die Einsatzkleidung der einzelnen Feuerwehrkameraden wurden in Eigenarbeit in der Feuerwehrgarage aufgestellt.

Leider wurden im Jahre 1994 die meisten Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Westen seit Bestehen der Wehr registriert zu insgesamt 17 Einsätzen wurde die Wehr in diesem Jahr gerufen. Es waren dreizehn Brände, drei Hilfeleistungen und ein Fehlalarm.

Am 10. August 2001 wurde in einer Feierstunde, an der auch Vertreter der Gemeinde, Abordnungen der Gemeindefeuerwehren und der örtlichen Vereine sowie die Bevölkerung der Ortschaft Westen teilnahmen, das neue Feuerwehrfahrzeug LF 8/6 an die Ortsfeuerwehr Westen übergeben.

Am 28.01.2002 wurde die Wehr zu einem spektakulären Einsatz zur Westener Mühle gerufen als durch starken Sturm der Kopf der Mühle abzubrechen drohte. Mit Unterstützung des THW wurden die Flügel und der Kopf, die schon aus der Verankerung gerissen waren, gesichert. Am 24. und 25.12.2002 wurde die Ortsfeuerwehr Westen nach starkem Eisregen zu insgesamt acht Einsätzen gerufen, nachdem durch die Eislast viele Bäume umgestürzt und viele Äste abgebrochen waren.  Auch ein Strommast bei Nocke brannte und musste gelöscht werden. Am 29.08.2002 wurde in einer Gründungsversammlung die Jugendfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Westen gegründet.

Durch die Gründung der JF Westen wurde es mit dem Fahrzeug etwas schwierig. Darauf hin hatten sich einige Kameraden um einen VW Bus gekümmert.
Dieses kam auch bei der Firma H.F. Wiebe an. Herr Wiebe hat sich entschieden auf die Anfrage einen „alten“ VW Bus auszumustern und der Ortsfeuerwehr Westen für einen kleinen Kostenbeitrag zur Verfügung zu stellen. Dieses Fahrzeug wurde dann der Gemeinde Dörverden geschenkt um es als Einsatzfahrzeug umrüsten zu können. In Eigenarbeit wurde im Januar 2004 dieses schnell begonnen.

Nächste Termine

Altpapiersammlung hinter dem Rathaus (Dörverden)
13.10.2018 - 09:00
Papiersammlung (Hülsen)
23.11.2018 - 17:00